Diese Frage stellte sich wohl auch ein frustrierter Student oder eine ebenso genervte Studentin an der FH Aachen, nutzte den Feiertag, plakatierte Donnerstagmorgen munter FH-weit ein Informationsblatt – und kam mit dieser Aktion dem AStA zuvor .
Wem das jetzt alles zu schnell geht oder zu abstrakt & wirr ist – Euer AStA hat sich die Tage `mal hingesetzt und durchgerechnet, was die FH-Verwaltung mit den Studiengebühren machen möchte. Und so schaut das dann aus :
500 Euro pro Semester sind 1000 Euro pro Jahr. Davon gehen ab :
- 230,00 Euro in den Ausfallfonds für sozial Bedürftige, u.s.w….
- 15,33 Euro für den Verwaltungsaufwand
- 0,67 Euro für den Lehrpreis
- 20,00 Euro für das Stipendienprogramm
- 80,00 Euro für “kleinere” Baumaßnahmen
- 80,00 Euro für die Deckung der aktuellen Haushaltslücke bei den Personalkosten
- 144,00 Euro für´s Rektorat (“Zentrale Verwendung”)
- 86,00 Euro für´s Rektorat (“Dezentrale Verwendung”)
- 344,00 Euro kommen schlussendlich in Deinem Fachbereich an
Es kommen somit 172 Euro pro Semester in Deinem Fachbereich an. Nach Meinung des Rektorats stellt diese Summe 60 % Deiner Studiengebühren dar. Brutto wie Netto ? Uns erscheint diese Rechnung rätselhaft , denn unseres Erachtens machen 172 Euro lediglich 30 % der abzudrückenden Summe aus. “Neuerdings zerfallen Euroscheine ja ganz von alleine und seit Abschaffung der D-Mark ist eh alles nur noch die Hälfte wert!”, wird man sich im Rektorat gedacht haben. Ein bischen Schwund ist immer, oder was ?
Wer so rechnet, füllt seine Steuererklärung höchstwahrscheinlich noch mit Wachsmalstiften aus !



