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Ultimatum der Landesregierung zur Verausgabung – sonst Cashback


Seit geraumer Zeit beschweren sich Studierende über fehlende oder mangelhafte Verausgabung der Studiengebühren an deutschen Hochschulen. Jetzt hat die Landesregierung eine erste Reaktion auf den Unmut der Studierenden gezeigt.

Nach einer Umfrage der Universität Hohenheim sind 66 % gegen Studiengebühren. Letztes Jahr waren es 60 %. 72 % würden die Gebühren am liebsten sofort kippen. Neben der generellen Ablehnungshaltung gegenüber den Studiengebühren erreichen die Hochschulen auch immer wieder Beschwerden über die fehlerhafte Verausgabung der vereinnahmten Mittel. So wird die Verausgabung nach Schulnoten mit einer 4,2 bewertet.

In Nordrhein-Westfalen hatten in jüngster Vergangenheit gleich vier Hochschulen Probleme mit der Verausgabung der Gebühren: Sie wussten schlichtweg nicht, was sie mit dem Geld machen sollten. Das Wissenschaftsministerium forderte daraufhin von den vier Hochschulen, Konzepte für die Verwendung der Gelder vorzulegen. Drei der Hochschulen sind ihrer Verpflichtung mittlerweile nachgekommen. Ausgerechnet die Universität Düsseldorf dagegen schaffte dies bisher nicht. Die Landesregierung Düsseldorf hat daraufhin der Hochschulleitung ein Ultimatum gesetzt. Darin heißt es, dass die Uni Düsseldorf die vereinnahmten Studiengebühren bis zum Jahresende verausgabt haben muss oder Studiengebühren an die Studierenden zurückgezahlt werden müssen.

Den Cashback der Studiengebühren gab es bisher an der Ruhr-Universität in Bochum. Dort erhalten in Kürze zwischen zwölf und zwanzig Studierende 750 Euro Studiengebühren zurück, da bei einer Lateinabschlussprüfung sieben von acht Prüflingen durchgefallen sind und dies auf die miserable Lehre zurückzuführen ist.
Eine Arbeitsgruppe eben dieser Universität hat erarbeitet, dass sich Studierende die Verausgabung von Studiengebühren für folgende Verbesserungen wünschen: ansprechender Campus, gut ausgestattete Bibliotheken mit angemessenen Öffnungszeiten, ausreichend verfügbare Räume, effiziente Lernmaterialien, moderne Medien und freundlichen Service.

Dass die Hochschulen eindeutig zum Sparen und zum Nicht-ausgeben der Studiengebühren neigen und teilweise von der Landesregierung extra dazu aufgefordert werden müssen, zeigt, dass es auch ohne Studiengebühren geht und die Hochschulen sich durchaus ohne Studiengebühren angemessen finanzieren könnten.

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