Wie im April berichtet, sollte das Bafög zum Wintersemester 2010/11 um rund zwei Prozent ansteigen. CDU-regierte Länder, wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein, das Saarland und auch Nordrhein-Westfalen lehnen diese Erhöhung aufgrund von nötigen Einsparungen im Bildungssektor zusammen mit Horst Seehofer (CSU, Bayern) und Roland Koch (CDU, Hessen) ab.
Insgesamt sollen elf Länder der 16 mit „nein“ gestimmt haben. Die Finanzierung des BAföG wird zu 45 Prozent von den Ländern getragen, zu 55 Prozent vom Bund. Als Grund wurde genannt, dass gespart werden müsse – auch im Bildungssektor. Wird die Erhöhung endgültig abgelehnt, steigt der BAföG-Höchstsatz zum Wintersemester 2010/11 nicht auf 670 Euro an.
Zusammen mit der BAföG-Erhöhung steht auch das Stipendienprogramm des Bundes auf der Finanzierungskippe. Beide Themen sind jedoch im Koalitionsvertrag verankert und sollen deshalb erneut auf dem Bildungsgipfel der Kanzlerin am 10. Juni thematisiert werden.
Die SPD und die LINKE nutzen die Situation, um auf die Missstände in der aktuellen Regierung aufmerksam zu machen und heben hervor, dass die Studierenden die ersten Leidtragenden des so genannten „Bildungskahlschlags“ seien.
Deutschland schneidet sich mit der Kürzung im Bildungssektor ins eigene Fleisch. Ein Land, welches kaum Rohstoffe hat, kann sich im internationalen Vergleich nur durch Humankapital beweisen. Deutschland sollte sich ein Beispiel an Dänemark nehmen, wo es eine Ausbildungsförderung mit 600 Euro pro Monat unabhängig vom elterlichen Einkommen gibt – und das sechs Jahre lang.
Böse Zungen könnten auch das Thema Griechenland in diesen Artikel bringen, aber so böse Zungen wollen wir hier nicht zu Wort kommen lassen.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Sparen!



