
Im Laufe der letzten Woche haben unsere Kommilitonen an der Uni Wien das dortige Audimax besetzt. Im Kampf gegen Studiengebühren, überfüllte Hörsäle und unterfinanzierte Hochschulen versuchen die dortigen Studierenden den österreichischen Bildungsminister Hahn zu Gesprächen zu bewegen. Dieser jedoch antwortete frech, das Ministerium sei ein offenes Haus… Sollen die Studierenden doch zu mir kommen wenn sie reden wollen.
1200 Studierende im Ministerium? Wenn da mal nicht die Polizei anrückt …
Wie man unten sehen kann, unterscheiden sich die Kernforderungen der österreichischen Studierenden nur im Detail von unseren. Deshalb solidarisiert sich der AStA, sowie die Studierendenschaft der FH Aachen, vertreten durch Repräsentanten des Studierendenparlaments, ausdrücklich mit den an der Aktion #unsereuni beteiligten Personen, Institutionen und den dort genannten Zielen.
Im Rahmen des Bildungsstreiks kämpfen auch wir um Verbesserungen im Bildungssystem:
| Forderungen aus Deutschland | Forderungen aus Wien (Österreich) |
| 1) Abschaffung von Bachelor/Master in der derzeitigen Form – die Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss! – das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung! – die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium! – die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen! | 1) Bildung statt Ausbildung Bildung für eine mündige Gesellschaft und nicht bloße Ausbildung nach wirtschaftlicher Verwertbarkeit! Unser Ziel ist die Möglichkeit eines freien, selbst bestimmten Studiums für alle! Wir wollen keine Verschulung der Studienpläne! Daher fordern wir eine grundlegende Überarbeitung des BA/MA Systems. |
| 2) Soziale Öffnung der Hochschulen – den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen! – die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung! – die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite! – die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, auch in ihrer institutionalisierten Form gegenüber ausländischen Studierenden! | 2) Freier Hochschulzugang, freie Studienplätze für Alle und Abschaffung der Studiengebühren, auch für nicht-EU-BürgerInnen und Langzeitstudierende. Die Sicherstellung eines angemessenen Lehrangebots und die Qualität der Lehre darf nicht durch Zugangsbeschränkungen erwirkt werden. Freier Hochschulzugang und qualitativ hochwertige Lehre sind kein Widerspruch! Es gibt nicht zu viele Studierende sondern nur zu wenige Studienplätze! |
| 3) Demokratisierung des Bildungssystems – den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich! – die Mitbestimmung aller Beteiligten im Bildungssystem, u.a. durch Viertelparität in den Hochschulgremien! – die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern! | 3) Demokratisierung der Universitäten Unser Ziel ist die demokratische Organisation der Universitäten. Dazu gehört eine Demokratisierung der Verwaltung in einer Form, die ProfessorInnen, Studierende, das wissenschaftliche und das nicht wissenschaftliche Personal gleichberechtigt an der Entscheidungsbildung beteiligt. |
| 4) Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen – die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte! – die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich! – die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau! Dazu sind in den nächsten drei Jahren mindestens 8.000 Professuren, 4.000 Mittelbaustellen und 10.000 Tutorinnenstellen neu zu schaffen! – die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung! – die Einheit von Forschung und Lehre statt der Exzellenzinitiative! | 4) Ausfinanzierung der Universitäten – Transparenz bei der Finanzierung von Forschung und Lehre – Mitbestimmung bei der Mittelverwendung an Universitäten – Abschaffung aller noch bestehenden Studiengebühren, auch für Drittstaatsangehörige und Langzeitstudierende – Finanzielle Absicherung der Studierenden – Wiedereinführung der StudentInnenfreifahrt – Aufhebung aller finanziellen Zugangsbarrieren im Bildungsbereich |
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